Laubenvögel: Optische Tricks helfen bei der Fortpflanzung

Deutsch: Gundermann (Glechoma hederacea) zwisc...

Deutsch: Gundermann (Glechoma hederacea) zwisc…

 

Laubenvögel: Optische Tricks helfen bei der Fortpflanzung

 

Wie man’s macht, ist es falsch…

 

  • Wenn der männliche Vogel ein unscheinbares Gefieder trägt, ist das evolutionär schlau, denn er lockt weniger Feinde an.
    Wenn er allerdings ein besonders prächtiges Gefieder trägt, paaren sich die Weibchen auch gern mit ihm , da er signalisiert: ich bin im letzten Jahr all meinen Feinden entkommen.
    Wofür soll man sich nun entscheiden…
  • „Je unscheinbarer das Männchen, umso prachtvoller fällt die Laube aus.“
    Mit jeder derartigen Information verschwimmt der konstruierte Unterschied zwischen Tier und Mensch mehr.
    Und das ist gut so.
  • naja, kommt auf den menschen an. bei einigen geb ich ihnen absolut recht, da merkt man wohl nur einen unterschied, den gebrauch von reinigungs mitteln. aber es beeindruckt mich, daß so manche überhaupt die verschlußkappe aufbekommen! http://derstandard.at/1326503227029/Ausgekluegeltes-Ritual-Die-wundersame-Illusionskunst-der-Laubenvoegel

 

Balz der Laubenvögel – Schneller Sex dank optischer Tricks

 

  • Ich würd mal sagen, durch diese optische Illusion entsteht der Eindruck einer Wand.
    Der Erfolg liegt nun darin, dass das Weibchen glaubt, nicht mehr nach vorne aus der Röhre herauszukommen.
    Also läßt es sich halt rammeln, weil’s eh schon wurscht ist.
  • Je näher der Ferrari bei der Haustür stehtdesto eher das Fräulein beim Bette steht …. naja, irgendwie …., aber so könnte es gehen
  • Anders beim MenschenBeim Homo Sapienssind eher die Weibchen für optische Täuschungen zuständig…

 

Männliche Laubenvögel nutzen optische Täuschungen, um die Weibchen zu begeistern. Mit korrekt angeordneten Dekorationen und einer geschickt aufgebauten Präsentationsbühne setzen sich die Laubenvögel bestmöglich in Szene.

 

Kunst am Bau – das liegt Laubenvögeln im Blut. Männchen erobern die Damenwelt, indem sie großzügige Alleen mit gepflasterten Vorplätzen konstruieren und dort allerlei Schätze präsentieren.

Je besser die Illusionskünstler arbeiten, desto erfolgreicher sind sie als Verführer.

 

Die Laube des Seidenlaubenvogels; um die Laube sind blaue Strohhalme und Plastikflaschenverschlüsse verteilt

Die Laube des Seidenlaubenvogels; um die Laube sind blaue Strohhalme und Plastikflaschenverschlüsse verteilt

 

Laubenvögel sind durchaus gewiefte Tiere.

Doch die Männchen mogeln, wenn es um ihre Weibchen geht.

Das fanden jetzt die Wissenschaftler Laura Kelley und John Endler heraus.

 

Sie konstruieren großzügige Unterstände oder Alleen aus feinstem Zweigwerk, die sie mit allerlei buntem Zierrat verschönern. Auf einem davor präparierten Platz präsentieren Laubenvögel-Männchen dann mühsam gesammelte bunte Objekte: Sie werfen glänzende Federn oder auch pinkfarbene Wäscheklammern durch die Luft, tänzeln und trällern – und das alles nur um Weibchen zu beeindrucken.

 

Gelingt es einem männlichen Laubenvogel, die Aufmerksamkeit einer Vogeldame lange genug zu fesseln, hüpft er zügig um die Laube herum und begattet sie. Das ist allerdings deutlich schneller vorbei als sein Auftritt auf dem Vorplatz.

 

Das außergewöhnliche Werben der männlichen Laubenvögel haben schon einige Biologen untersucht. Jetzt ergänzen zwei australische Forscher das Wissen um das tierische Verhaltensmuster um eine interessante Erkenntnis: Die Vogelmännchen gestalten ihre Anlagen so, dass die Weibchen einem optischen Trick zum Opfer fallen, schreiben Laura Kelley von der Deakin University Geelong und John Endler von der James Cook University im Wissenschaftsmagazin „Science“. Und sie konnten feststellen:

Je besser die Illusion, desto größer ist der Erfolg beim anderen Geschlecht.

 

Gelbscheitelgärtner (Amblyornis flavifrons): Die Laubenvögel haben eine besondere Art der Brautwerbung entwickelt. Die Männchen bauen große Lauben oder Alleen. Die Umgebung verzieren sie mit bunten Gegenständen, manchmal färben sie auch die Laube oder deren Vorplatz mit blauen Beeren ein.

Gelbscheitelgärtner (Amblyornis flavifrons): Die Laubenvögel haben eine besondere Art der Brautwerbung entwickelt. Die Männchen bauen große Lauben oder Alleen. Die Umgebung verzieren sie mit bunten Gegenständen, manchmal färben sie auch die Laube oder deren Vorplatz mit blauen Beeren ein.

 

Zwar würden die Laubenvögel-Männchen den Weibchen imposant dekorierte Nester mit Steinen und Federn bauen.

Doch wenn man genauer hinschaut, setzen sie optische Täuschungen ein.

 

Die Weibchen fallen darauf herein.

Doch wie macht sich das bemerkbar? Kelley und Endler beobachteten, wie die Laubenvöel die Dekorationsgegenstände ihrer „Präsentationsbühne“ korrekt nach ihrer Größe sortierten.

 

Die Forscher beobachteten die Balz von Laubenvögeln der Art Ptilonorhynchus nuchalis im Nordosten Australiens. Die Tiere bauen über einen halben Meter lange Alleen. Den Platz davor pflastern sie mit Steinchen, Muschelschalen, kleineren Knochen und ähnlichen weißen oder grauen Gegenständen. Dabei ordnen sie den Bodenbelag so an, daß weiter vorn kleinere Teilchen liegen.

Mit zunehmendem Abstand zur Allee greifen sie auf größere Objekte zurück.

 

Das ist die Basis für eine optische Täuschung, die wirkt, sobald ein Weibchen die Allee betritt.

Denn aus dessen Perspektive entsteht der Eindruck, daß die Pflastersteine auf dem Vorplatz etwa gleich groß sind. Dadurch wirkt der Vorplatz kleiner, als er eigentlich ist.

Das Männchen kann deshalb, ebenso wie seine vorgezeigten Schätze, größer erscheinen.

 

Poecilia wingei, Endler's Livebearer

Poecilia wingei, Endler’s Livebearer (Photo credit: Wikipedia)

 

Denn der Clou bei der folgenden Vorführung sind bunte Gegenstände, welche die Vögel wie Schätze horten. Dabei scheint alles Bunte von Wert – ob es nun Schneckenhäuser sind, Früchte oder Plastikdeckel von Flaschen. Bisweilen klauen die Männchen Dekorationsobjekte beim Nachbarn, um ihr Areal zu verschönern. Die Objekte nehmen die Männchen in den Schnabel, manchmal zupfen sie daran oder werfen sie umher.

Wegen der optischen Täuschung könnte es für das Weibchen zudem so wirken, dass sich die Größe der Preziosen verändert – wenn das Männchen sie beispielsweise erst dicht an der Laube zeigt und danach nach hinten schleudert. Dieser verwirrende Eindruck könnte dazu beitragen, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln.

 

Fleckenlaubenvogel (Chlamydera guttata): Im Gegensatz zu ihren Bauwerken sind die Männchen der meisten Laubvogel-Arten recht unscheinbar. Das hat durchaus Vorteile - im Gegensatz zu extrem bunten, auffälligen Vogelmännchen anderer Arten entgehen sie eher dem Blick von Raubtieren.

Fleckenlaubenvogel (Chlamydera guttata): Im Gegensatz zu ihren Bauwerken sind die Männchen der meisten Laubvogel-Arten recht unscheinbar. Das hat durchaus Vorteile – im Gegensatz zu extrem bunten, auffälligen Vogelmännchen anderer Arten entgehen sie eher dem Blick von Raubtieren.

 

Kleine Gegenstände kommen nach vorne, große nach hinten. Das wiederum läßt diese Bühne kleiner erscheinen. Und die Illusion scheint zu funktionieren.

 

Swarovski logo

Swarovski logo (Photo credit: Wikipedia)

 

Daß die Vögel einen optischen Trick nutzen, berichteten John Endler und Kollegen bereits vor gut einem Jahr im Fachmagazin „Current Biology“. Jetzt erbrachten sie auch den Nachweis, dass bessere Illusionskünstler unter den Laubenvögeln auch erfolgreichere Verführer sind. Eine kleine Gemeinheit der Forscher zeigte dabei auch, wie aufmerksam sich die Männchen um ihre Laube und den Vorplatz kümmern:

Legten die Biologen Steine um, so daß sie das gleichmäßige Muster zerstört wurde, korrigierten die Vögel diese Fehler in den folgenden Tagen.

 

 

Warum die Vögel das komplizierte Werben entwickelt haben, können die Biologen nicht beantworten. Vorteilhaft für die Laubenvögel-Männchen ist, daß sie selbst unscheinbar sein können. Denn im Gegensatz zu vielen Vogelarten, wo Männchen durch ein farbenfrohes Federkleid überzeugen müssen – was auch Raubtiere auf sie aufmerksam macht -, gewinnt der Laubenvogel ja durch seine Qualitäten als Architekt und Sammler.

 

Und für John Endler steht auch fest: Was die Laubenvögel da machen, ist Kunst.

 

Laube eines Männchens der Art Ptilonorhynchus nuchalis: Über einen halben Meter lang sind die Zweigalleen dieser in Australien heimischen Laubenvögel. Wie Forscher im Wissenschaftsmagazin "Science" berichten, nutzen die Vögel dabei einen optischen Trick auf dem Vorplatz der Allee.

Laube eines Männchens der Art Ptilonorhynchus nuchalis: Über einen halben Meter lang sind die Zweigalleen dieser in Australien heimischen Laubenvögel. Wie Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science“ berichten, nutzen die Vögel dabei einen optischen Trick auf dem Vorplatz der Allee.

 

Die Forscher gehen davon aus, daß die Männchen durch diese Anordnung größer wirken.

 

Genaue Anordnung: Die Vögel pflastern den Platz vor der Laube mit Steinchen, Muschelschalen, kleineren Knochen und ähnlichen weißen oder grauen Gegenständen. Dabei ordnen sie den Bodenbelag so an, daß weiter vorn kleinere Teilchen liegen. Mit zunehmendem Abstand zur Allee greifen sie auf größere Objekte zurück. Aus der Perspektive eines Weibchens, das in der Allee steht, entsteht der Eindruck, dass alle Gegenstände auf dem Vorplatz etwa gleich groß sind.

Genaue Anordnung: Die Vögel pflastern den Platz vor der Laube mit Steinchen, Muschelschalen, kleineren Knochen und ähnlichen weißen oder grauen Gegenständen. Dabei ordnen sie den Bodenbelag so an, daß weiter vorn kleinere Teilchen liegen. Mit zunehmendem Abstand zur Allee greifen sie auf größere Objekte zurück. Aus der Perspektive eines Weibchens, das in der Allee steht, entsteht der Eindruck, dass alle Gegenstände auf dem Vorplatz etwa gleich groß sind.

 

Weil die Täuschung nur aus einem bestimmten Winkel funktioniert, bauen die Männchen übrigens eine Art Zugang für die Weibchen.

So werden diese auf den richtigen Weg geführt.

 

Blick aus der Laube: Warum die Vögel diese komplexte Art des Werbens entwickelt haben, können die Forscher nicht sagen.

Blick aus der Laube: Warum die Vögel diese komplexte Art des Werbens entwickelt haben, können die Forscher nicht sagen.

 

Die Methode funktioniert.

Männchen, die besonders penibel mit der Sortierung sind, werden von den Weibchen besonders oft zu Paarungszwecken ausgesucht.

 

Gelbscheitelgärtner: Die Laube wird allein für die Balz genutzt. Das Weibchen baut sie später an anderem Ort ein Nest, wo sie ihre Eier legt und ausbrütet.

Gelbscheitelgärtner: Die Laube wird allein für die Balz genutzt. Das Weibchen baut sie später an anderem Ort ein Nest, wo sie ihre Eier legt und ausbrütet.

 

Trotz der neuen Erkenntnisse über die Tricks der männlichen Laubenvögel ist den Forschern weiterhin unklar, warum die optischen Täuschungen sich tatsächlich auf den Paarungserfolg auswirken.

Womöglich reagieren die Weibchen besonders auf die Muster des Gefieders der männlichen Laubenvögel oder auf die Größe des Partners. Hier könnten die optischen Tricks das Weibchen entsprechend beeinflussen.

 

AUSGEKLÜGELTES RITUAL

 

Die wundersame Illusionskunst der Laubenvögel

 

Männliche Vögel imponieren den Weibchen mit raffinierten optischen Täuschungen

 

Washington/Wien – Sie sind nicht ganz so prächtig, wie die Paradiesvögel, ihre Verwandten auf Papua-Neuguinea. Das nicht ganz so schrille und bunte Äußere machen die in Australien und Neuseeland beheimateten Laubenvögel durch kunstvolle Installationen wett, mit denen die männlichen Vertreter bei der Damenwelt Eindruck schinden.

 

Die Männchen der Singvogelart bauen einen imposanten Laubengang und dekorieren ihn mit einem Sammelsurium heller Objekte. Der Laubenbau variiert von Art zu Art; grundsätzlich gilt: Je unscheinbarer das Männchen, umso prachtvoller fällt die Laube aus. Bis jetzt ging die Forschung davon aus, dass sich die Weibchen sich mit Konstrukteuren der schönsten Lauben paaren – und ihre Bauten quasi als „sekundäre Geschlechtsmerkmale“ angesehen werden. Dieses Prinzip ist insofern evolutionär schlau, als die Männchen durch ihr fehlendes buntes Gefieder weniger Feinde anlocken.

 

 

Nun haben zwei australische Biologen das Paarungsverhalten von Graulaubenvögeln (Ptilonorhynchus nuchalis) genauer unter die Lupe genommen und eine verblüffende Entdeckung gemacht: Die Weibchen lassen sich nicht nur von der Schönheit der Lauben beeindrucken, sondern vor allem davon, ob den Männchen eine bestimmte optische Illusion gut gelang.

 

Deutsch: Homo sapiens sapiens - Absichtliche D...

Deutsch: Homo sapiens sapiens – Absichtliche Deformierung des Schädels, „Toulouse Deformität“. English: Homo sapiens sapiens – Deliberate deformity of the skull, „Toulouse deformity „. Français: Homo sapiens sapiens – Déformation volontaire du crâne : « déformation toulousaine ». « Crâne déformé – Vieille femme –mars 1905“ MHNT.ANT.2003.85 (Photo credit: Wikipedia)

 

Wie Laura A. Kelley and John A. Endler im Wissenschaftsmagazin Science (Bd. 335, S. 335) berichten, arbeiten männliche Laubenvögel mit „Perspektive“: Sie platzieren größere Steine, Knochen und Schalen weiter vom Laubeneingang weg, kleinere näher davor. Da weiter entfernte Objekte kleiner erscheinen, entstehe so der Eindruck, alle gesammelten Objekte seien nahezu gleich groß. Ausgerichtet sei das Ganze auf den Blickwinkel des Weibchens aus dem Laubengang.

 

Alleen Thelma Stillions

Alleen Thelma Stillions (Photo credit: Robert of Fairfax)

 

Das Erstaunliche ist nun, dass Männchen bei den Weibchen umso beliebter sind, je besser ihnen die perspektivische Täuschung mit den vermeintlich gleich großen Objekten gelingt. Einigermaßen unklar sei, warum gerade diese optische Täuschung eine entscheidende Rolle beim Paarungserfolg spiele. Die Forscher vermuten, daß solche optische Illusionen auch bei der Paarung anderer Spezies eine Rolle spielen. Der Homo sapiens wird dabei indes nicht genannt.

 

 

 

 

 

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