Sex und Ekel – Speichel und Sperma, Schweiß und Körpergeruch

Studie Ferrari

Studie Ferrari (Photo credit: Wikipedia)

Speichel und Sperma, Schweiß und Körpergeruch – schon der Gedanke daran löst bei vielen Ekel aus. Anders sieht es aus, wenn Frauen sexuell erregt sind. Dann ist die Ekel-Schwelle viel niedriger, fanden Forscher heraus.

Sexuell erregte Frauen ekeln sich weniger als solche mit kühlem Kopf. Niederländische Forscher testeten insgesamt 90 junge Frauen und fanden heraus: Die Teilnehmerinnen, die einen „frauenfreundlichen Softporno“ gesehen hatten, stuften sich selbst als weniger geekelt ein und erledigten in einer Studie mehr abstoßende Aufgaben als andere.

Lifeboy Seife (Soap)

Lifeboy Seife (Soap) (Photo credit: net_efekt)

Die Frauen, die nur einen anregenden aber nicht erregenden Sportfilm oder einen neutralen Film mit Bildern einer Zugfahrt gesehen hatten, waren den Wissenschaftlern zufolge schneller und häufiger geekelt. Das Team um Charmaine Borg von der Universität Groningen veröffentlichte seine Ergebnisse im Fachblatt „Plos One“.

Sperma und Körpergeruch sind stärkste Ekel-Auslöser

„Sex kann schmutzig sein, aber die meisten Menschen scheint das nicht zu stören“, schreiben die Autoren in der Studie. Dabei seien Liebesspiel und Ekel beide evolutionär von hoher Bedeutung – aber dennoch völlig gegensätzlich assoziiert. Und das, obwohl erotische Mitbringsel wie Speichel, Schweiß, Sperma und Körpergeruch zu den stärksten Ekel-Auslösern gehörten.

Deutsch: Studie nach Michelangelos "Sklav...

Deutsch: Studie nach Michelangelos „Sklaven“ im Louvre (Photo credit: Wikipedia)

Die Forscher teilten die 90 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren in drei gleichgroße Gruppen auf. Diejenigen, die den Softporno gesehen hatten, bewerteten vor allem die Ekel-Aufgaben, die irgendetwas mit Sex zu tun hatten, zum Beispiel einen Vibrator einschmieren, als weniger abstoßend als die anderen Teilnehmerinnen. Sie erledigten mit 89,33 Prozent auch die meisten der Aufgaben, während die positiv erregte Gruppe im Schnitt nur 65,33 Prozent und die neutrale 74,01 Prozent der Tests schafften.

Die Studie zeige, dass die Auswirkung der sexuellen Erregung auf Ekelgefühle enorm wichtig sei, um ein vergnügliches Liebesspiel zu ermöglichen, schreiben die Forscher. Ältere Untersuchungen hätten schon belegt, dass sich Erregung auf Männer ganz ähnlich auswirke.

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Eine Antwort zu Sex und Ekel – Speichel und Sperma, Schweiß und Körpergeruch

  1. Karl Dönitz - wir machen weiter schreibt:

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