Königreich Griechenland

Βασίλειον τῆς Ἑλλάδος

Ich bin  ja eigentlich kein Freund der Griechen… aber…

Territoriale Expansion Griechenlands 1832-1947

Territoriale Expansion Griechenlands 1832-1947

… ich weiß nicht, ob Sie es schon wußten, was ich nicht wußte…

English: Portrait of Evangelos Zappas, busines...

English: Portrait of Evangelos Zappas, businessman and philanthropist Ελληνικά: Προσωπογραγίσ του Ευάγγελου Ζάππα, εθνικού ευεργέτη. (Photo credit: Wikipedia)

GRIECHENLAND IST GERMAN EMPIRE – EMPIRE ALLEMAND

runned by the Oldenbourg Familiy and Wittelsbach Familly

Das Königreich Griechenland (griechisch Βασίλειον τῆς Ἑλλάδος, Vasílion tís Elládos) bestand von 1832 bis 1924 und von 1935 bis 1973 auf dem Gebiet der heutigen Republik Griechenland.

Das Königreich war der erste griechische Staat der Moderne und wurde von den deutschen Herrscherhäusern Wittelsbach beziehungsweise Oldenburg regiert.

Im Jahr 1821 begann die Griechische Revolution gegen das Osmanische Reich, die von den anderen europäischen Großmächten unterstützt wurde. Am 20. Oktober 1827 kam es zur entscheidenden Schlacht von Navarino, in der die Griechen mit HilfeFrankreichsRusslands und Großbritanniens die Oberhand gegenüber den Türken erlangten. 1828 wurde Ioannis Kapodistrias zum provisorischen Staatsoberhaupt bestimmt, jedoch bereits 1831 ermordet. Zu seinem Nachfolger wurde sein Bruder Augustinos Kapodistrias bestimmt, der bis 1832 regierte.

English: Ioannis Kapodistrias

English: Ioannis Kapodistrias (Photo credit: Wikipedia)

Nachdem Prinz Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha, der spätere König der Belgier, die ihm angetragene griechische Krone abgelehnt hatte, wurde 1832 auf der Londoner Konferenz von 1832, auf der die Unabhängigkeit Griechenlands international anerkannt wurde, der Wittelsbacher PrinzOtto von Bayern, Sohn König Ludwigs I., zum König Griechenlands bestimmt. In den Londoner Protokollen wurden der zukünftige Status des neuen Staates und die Grenzen zum Osmanischen Reich festgelegt. Als Hauptstadt wurde Athen ausgewählt, das 1827 von den Osmanen zurückerobert wurde.

Nach der griechischen Revolution gegen die Herrschaft des Osmanischen Reiches erwachte das griechische Interesse an der Wiedereinführung der Olympischen Spiele. Die von Evangelos Zappasins Leben gerufenen Olympien gelten als wichtigster Vorläufer der modernen Olympischen Spiele und durch eine königliche Verfügung von Otto I. als eine nationale Aufgabe von hohem Rang angesehen, die auch internationale Beachtung erfuhr. Die erste der Olympien fand 1859 im Stadtzentrum Athens und weitere fanden bis 1889 im eigens dafür errichteten Panathinaiko-Stadion statt.  Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit wurden 1896 in Athen abgehalten und erwiesen sich als großer Erfolg. Obwohl die Teilnehmerzahl mit nur rund 250 Athleten gering war, waren sie das größte sportliche Ereignis, das seit der Antike stattgefunden hatte. Nach den beiden weit weniger erfolgreichen Spielen von 1900 in Paris und 1904 in St. Louis standen bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen die sportlichen Wettkämpfe wieder im Vordergrund, die als Rettung der olympischen Idee angesehen werden.

Ioannis Kapodistrias (1776-1831)

Ioannis Kapodistrias (1776-1831) (Photo credit: Wikipedia)

Im Jahr 1864 trat die Republik der Ionischen Inseln dem Königreich bei, das inzwischen nach einem unblutigen Aufstand gegen König Otto von Georg I. aus dem Haus Oldenburg regiert wurde. Die Ionischen Inseln standen zuvor unter dem Schutz des Vereinigten Königreiches. 1881 eroberte Griechenland Thessalien vom Osmanischen Reich. Als 1896 ein griechischer Aufstand gegen die türkischen Herrscher auf Kreta ausbrach, unterstützte das Königreich die Aufständischen gegen das Osmanische Reich, was zum Türkisch-Griechischen Krieg führte, der 1897 mit einer weitreichenden Autonomie des Kretischen Staates unter dem Protektorat des griechischen Prinzen Georg II. endete. Kreta war seit 1898 faktisch unabhängig und erklärte 1908 einseitig die Vereinigung mit Griechenland, welche im Oktober 1912 vom Königreich und 1913 international anerkannt wurde.

Ioannis Kapodistrias International Airport

Ioannis Kapodistrias International Airport (Photo credit: Wikipedia)

Unmittelbar nach der Übernahme Zyperns durch das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland 1878 erfolgte die erste Forderung der Zyprioten nach Vereinigung mit Griechenland. ImZweiten Balkankrieg von 1913 eroberte Griechenland Südepirus und Makedonien vom Zarentum Bulgarien, welche im Frieden von Bukarest Griechenland zugesichert wurden. Im gleichen Krieg konnte Griechenland Kreta endgültig und den östlichen Dodekanes vom Osmanischen Reich erobern.

English: Maximilian Joseph, Duke in Bavaria (4...

English: Maximilian Joseph, Duke in Bavaria (4 October, 1808 – 15 November, 1888) was a member of the House of Wittelsbach and a promoter of Bavarian folk-music. (Photo credit: Wikipedia)

Im Ersten Weltkrieg kämpfte Griechenland auf der Seite der Alliierten gegen das Zarentum Bulgarien und das Osmanische Reich. 1916 landeten britische und französische Truppen zur Unterstützung Griechenlands in Thessaloniki. Dennoch drangen 1917 dieMittelmächte bis nach Griechenland vor, woraufhin Konstantin I. das Land verlassen musste. Im September 1918 starteten die Alliierten eine neue Offensive gegen die Mittelmächte bei Thessaloniki und zwangen diese zur Kapitulation.

Von 1918 bis 1923 besetzte Griechenland das albanische Nordepirus und während desGriechisch-Türkischen Krieges von 1919 bis 1923 besetzte Griechenland ab 1920 die türkischenGebiete Ostthrakien und Izmir und eroberte 1923 Westthrakien. 1920 forderte das Königreich die „Rückgabe“ Istanbuls, um es als Erinnerung an das mittelalterliche Konstantinopel zur Hauptstadt zu machen. Nach dem Verlust der türkischen Gebiete wanderten viele dort lebenden Griechen in das Kernland ein und die Megali Idea zur Wiederherstellung des Byzantinischen Reiches wurde aufgegeben.[6]

Greece Griechenland 1966 Mani

Greece Griechenland 1966 Mani (Photo credit: gumtau)

1923 versuchte Benito Mussolini vergeblich, Korfu zu erobern. Nach der Pariser Friedenskonferenz 1946 erhielt Griechenland 1947 die italienischen Ägäis-Inseln. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges forderten die Zyperngriechen erneut den Anschluss an Griechenland und das Königreich unterstützte ab 1954 deren Forderung. Daraufhin erhob ab 1956 die Türkei Ansprüche auf Zypern, was zur Ausweitung des Zypernkonfliktes führte. In den Zürcher und Londoner Abkommen vom 19. Februar 1959 wurde für Zypern der Status als unabhängiger Staat vorgesehen und am 16. August 1960 erfolgte die Unabhängigkeit Zyperns.

Woodcut coat of arms of the House of Wittelsbach

Woodcut coat of arms of the House of Wittelsbach (Photo credit: Penn Provenance Project)

1862 wurde König Otto I. durch einen Militärputsch vertrieben; woraufhin er in seine bayerische Heimat zurückkehrte. An seiner Stelle bestimmten die Großmächte Prinz Wilhelm von Dänemark aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, den Sohn des späteren dänischen KönigsChristian IX., zum König. Prinz Wilhelm übernahm am 6. Juni 1863 unter dem Namen Georg I. die Regierung in Griechenland.

Unter seinem Sohn Konstantin I. entstand während des Ersten Weltkriegs 1915 eine tiefgehende Kontroverse mit dem mit Großbritannien sympathisierenden Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos, die dazu führte, dass das Land 1916/1917 in einen venizelistischen (Makedonien, die ostägäischen Inseln und Kreta) und einen royalistischen Teil (Südroumeli und Peloponnes) gespalten und von zwei Regierungen mit zwei Armeen regiert wurde, bis König Konstantin das Land verließ und ihm sein zweitgeborener Sohn Alexander nachfolgte. Nach dessen Tod 1920 rief eine Volksabstimmung Konstantin I. wieder zurück, bereits 1922 wurde er durch einen von dem venizelistischen Offizier Plastiras geführten Putsch wieder gestürzt.

Germany - Munich, Residenz

Germany – Munich, Residenz (Photo credit: vtveen)

Sein Sohn König Georg II. wurde alsbald zunächst in Urlaub geschickt, bis im März 1924 in einer Volksabstimmung die Abschaffung der Monarchie beschlossen wurde. Von 1925 bis 1926 regierte der General Theodoros Pangalos diktatorisch und setzte die Verfassung außer Kraft. 1930 begann die Normalisierung der Beziehung zur Türkei, indem beide auf gegenseitige Gebietsansprüche verzichteten.

Nachdem 1935 die Royalisten wieder an die Macht kamen, kehrte Georg II. nach Griechenland zurück und erneuerte die Monarchie; durch die Unterstützung der Diktatur von Ioannis Metaxas brachte er sie jedoch alsbald beim Volk in Misskredit. Im Zweiten Weltkrieg schlug die griechische Armee 1940 eine italienische Offensive zurück und drang bis nach Südalbanien vor.

Besatzungszonen in Griechenland
(Mai 1941 bis Oktober 1944)
Rot: Deutsches Reich,
Blau: Italien, Grün: Bulgarien

Royal coat of arms of the House of Wittelsbach.

Royal coat of arms of the House of Wittelsbach. (Photo credit: Wikipedia)

Von 1941 bis 1944 wurde Griechenland von den Achsenmächten Königreich Italien und dem Dritten Reich besetzt, der König ging mit der Exilregierung nach Kairo. Anschließend wurde Griechenland in eine deutsche, eine italienische und eine bulgarische Besatzungszone aufgeteilt. Ab 1942 kämpften Royalisten und Kommunisten gegen die Besatzer, die sich 1944 zurückzogen. Nach Kriegsende wurde die Frage des Fortbestands der Monarchie zunächst zurückgestellt, der König ernannte Erzbischof Damaskinos an seiner Stelle zum Regenten, bis die Verfassungsfrage durch eine Volksabstimmung im September 1946 geklärt wurde. Unter dem Einfluss der Spaltung der Nation durch den Bürgerkrieg votierten bei der unter irregulären Bedingungen stattfindenden Abstimmung 1946 78 Prozent für die Monarchie.[7]

Deutsch: Chinese porcellain plate Made by orde...

Deutsch: Chinese porcellain plate Made by order of the Bavarian House of Wittelsbach Wanli Period; Ming Dynasty Münchener Residenzmuseum Photographer: user:Dr. Meierhofer Date: 19.08.2006 (Photo credit: Wikipedia)

Am 18. Februar 1952 trat Griechenland zusammen mit der Türkei der NATO bei und 1961 wurde mit der Europäischen Gemeinschaft ein Assoziierungsabkommen geschlossen.

1963 lösten sich mehrere rechtsgerichtete Regierungen ab und anschließend errang die Zentrumsunion unter Georgios Papandreou einen Wahlsieg. 1967 ging der letzte griechische König Konstantin II. nach einem missglückten Versuch, die Griechische Militärdiktatur zu stürzen, ohne Abdankung ins Exil. Die herrschende Militärjunta berief den Generalmajor Georgios Zoitakis zum Regenten. Dieser fungierte in Abwesenheit des Königs als Staatsoberhaupt, formell blieb weiterhin der König Staatsoberhaupt. Erst am 1. Juli 1973 wurde die Monarchie abgeschafft.

Map showing the development of the Swedish Emp...

Map showing the development of the Swedish Empire in Early Mordern Europe (1560-1815) (Photo credit: Wikipedia)

Nach dem Ende der Militärdiktatur 1974 wurde in einer Volksabstimmung die Monarchie endgültig abgelehnt, bei der nur 30 Prozent der Wählerschaft für ihre Beibehaltung stimmten. Dennoch sieht sich Konstantin II. bis heute als König von Griechenland, was seine Beziehung zur Republik belastet. Während linke Parteien die Monarchie eindeutig ablehnen, verhält sich die konservative Nea Dimokratia neutral, da sich sowohl Gegner der Monarchie als auch Monarchisten in der Anhängerschaft der Partei befinden.

Könige [Bearbeiten]

    • Könige von Griechenland
    • Otto (1832–1862)

Siehe auch

Deutsch: Entwicklung Bayerns von 1800 bis heut...

Deutsch: Entwicklung Bayerns von 1800 bis heute selbst erstellte Karte (Photo credit: Wikipedia)

Einzelnachweise

  1.  Griechische Botschaft
  2.  World Gazetteer, Greece
  3.  David C. Young: The Modern Olympics. S. 148.
  4.  Athen 1896 – Die Wiedergeburt der Olympischen Spiele. olympiastatistik.de, abgerufen am 1. März 2010.
  5.  1906 Olympics mark 10th anniversary of the Olympic revival. Canadian Broadcasting Corporation, 28. Mai 2008, abgerufen am 1. März 2010 (englisch).
  6.  Ioannis ZeleposDie Ethnisierung griechischer Identität, 1870-1912. Staat und private Akteure vor dem Hintergrund der „Megali idea“. Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-56666-0, S. 8.
  7.  Richard CloggGeschichte Griechenlands im 19. und 20. Jahrhundert. Köln 1997, S. 171.
English: Burg Trausnitz in Landshut, north sid...

English: Burg Trausnitz in Landshut, north side (view from Martinsfriedhof) Burg Trausnitz in Landshut, Nordseite (aufgenommen vom Martinsfriedhof) (Photo credit: Wikipedia)

Literatur

  • Richard CloggA Concise History of Greece. Cambridge 2002.
  • Richard Clogg: Geschichte Griechenlands im 19. und 20. Jahrhundert. Köln 1997. ISBN 3-923889-13-7 (formal falsche ISBN)
  • Detlef LotzeGriechische Geschichte. C.H.Beck, München 62004. ISBN 3-406-45014-8
  • Carl Wolfgang Paul Mendelssohn BartholdyGeschichte Griechenlands. Von der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 bis auf den unsere Tage. Olms, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12039-9 (Repr. d. Ausg. Leipzig 1870)
  • The Holy Roman Empire from 1273 to 1378. ---- ...

    The Holy Roman Empire from 1273 to 1378. —- Habsburg lands Luxembourg lands Wittelsbach lands (Photo credit: Wikipedia)

    Michael Weithmann: Griechenland. Vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. (Ost- und Südosteuropa. Geschichte der Länder und Völker Band 1) Regensburg 1994. ISBN 3-7917-1425-2

Weblinks

 Commons: Griechische Monarchie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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old maps from histoirepostale.net website (Photo credit: Wikipedia)

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Eine Antwort zu Königreich Griechenland

  1. Nasi Chaim Dönitz einzig wahrer Freund der Juden auf der Welt schreibt:

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